Mittwoch, 13. Oktober 2021

Änderung der Trinkwasserverordnung

Entlastung für Betreiber von eigenen Trinkwasserbrunnen

Der Bundesrat hat der Fünften Verordnung zur Änderung der Trinkwasserverordnung zugestimmt. Die Verordnung war vom Bundesgesundheitsministerium vorgelegt werden und soll unter anderem Eigentümer von dezentralen Wasserbrunnen entlasten. Hierunter fallen beispielsweise Trinkwasserbrunnen auf Bauernhöfen, die zur Versorgung vermieteter (Ferien)wohnungen oder zur Herstellung von Lebensmitteln verwendet werden.

Bislang mussten Betreiber dieser sogenannten b-Anlagen entweder eine Vollanalyse des Trinkwassers veranlassen oder eine Risikobewertung in Auftrag geben, mit der beim Gesundheitsamt eine von der Vollanalyse abweichende Probenentnahme beantragt werden konnte. Letztere war gerade für Betreiber kleinerer Anlagen aufgrund des hohen Bürokratieaufwands und der Kosten hierfür in er Regel keine gangbare Option.

Nach der neuen Verordnung können die Gesundheitsämter nunmehr festlegen, welche Untersuchungen durchzuführen sind. Dies muss sodann dem Eigentümer mitgeteilt werden. Diese Möglichkeit der Abweichung betrifft allerdings nur die Untersuchungen auf chemische und physikalisch-chemische Parameter, die alle drei Jahre durchzuführen ist. Bei der Untersuchung auf E-coli und Enterokokken bleibt es bei der jährlichen Untersuchungspflicht.

Die Verordnung ist am 25.09.2021 in Kraft getreten.