Dezember 2019

Eine Umfrage von Haus & Grund Deutschland unter 2.500 Mietern hat ergeben, dass gerade Mieter von privaten Kleinvermietern sehr zufrieden mit ihrem Mietverhältnis sind. 47,5 Prozent zeigten sich in der von Meinungsforschungsunternehmen Civey durchgeführten repräsentativen Befragung "sehr zufrieden" mit ihrem Mietverhältnis. Weitere 27,8 Prozent sind "eher zufrieden". Von den 2.500 Befragten sind immerhin 60 Prozent Mieter von privaten Vermietern.

November 2019

Von Januar bis September 2019 haben die untersten Bauaufsichtsbehörden in Bayern nach Angaben des Landesamts für Statistik 55.572 Wohnungsbaugenehmigungen erteilt. Das sind 2.478 Genehmigungen weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Dieser Trend wiegt sich nur zum Teil mit gestiegenen Genehmigungen im Bereich der gewerblichen Hochbauten und für Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden auf.

Oktober 2019

Der Bundestag hat am 18.10.2019 die Reform der Grundsteuer beschlossen. Eine Vielzahl von Maßnahmen der Finanzverwaltungen sind nun die Folge. So müssen beispielsweise Steuererklärungen der Grundsteuerpflichtigen ausgewertet werden, um eine Bewertung der Grundstücke vornehmen zu können. Im Gesetzesentwurf zum Reformgesetz über die Grundsteuer gibt die Bundesregierung hierfür Personalkosten in Höhe von 462 Mio. für den Zeitraum 2019 - 2025 an.

September 2019

Die Bundesregierung will 100 Mio. Euro aus dem Bundeshaushalt für die Reaktivierung von Brachflächen zur Verfügung stellen. Dies stellt eine Maßnahme des im Koalitionsausschuss Ende August verabschiedeten Miet- und Wohnungspaket dar. Es soll dazu beitragen, dass Wohnen bezahlbar bleibt und gleichzeitig neue Anreize für Investitionen in den Wohnungsbau schaffen.

August 2019

Die Baukosten steigen und steigen. In Bayern betrugen sie im Jahr 2018 2.093 € pro Quadratmeter. Damit waren die Kosten in Bayern deutschlandweit am höchsten. Zum Vergleich: In Sachsen-Anhalt, im Vergleich der Bundesländer am günstigsten, betrugen die Kosten 1.332 €. Grund hierfür sind vor allem ständig erhöhte Anforderungen an neue Gebäude sowie übervolle Auftragsbücher der Handwerksbetriebe.

Juli 2019

Auf 1.000 Einwohner werden in Deutschland im Jahr 2019 3,7 fertiggestellte Wohnungen kommen. Dies geht aus Prognosen aus Fachkreisen hervor. Damit rangiert die Bundesrepublik nur auf Rang 11 im Vergleich der 16 größten europäischen Länder. Finnland führt die Rangliste mit einem Wert von 7,7 an, vor Österreich mit 6,6 und der Schweiz mit 6,5 fertiggestellten Wohnungen pro 1.000 Einwohner.

Juni 2019

Um sogenannte ausgleichsfähige Härten zu entschädigen, die durch die Zahlung von Straßenausbaubeiträgen in den Jahren vor deren Abschaffung am 1. Januar 2018 entstanden sind, hat der Freistaat Bayern einen Härtefallfonds eingerichtet, der mit 50 Mio. Euro ausgestattet ist. Über die Verteilung dieser Mittel soll eine noch zu bestimmende Härtefallkomission entscheiden. Anträge auf Rückerstattung können zwischen dem 1. Juli 2019 und 31. Dezember 2019 gestellt werden.

Mai 2019

Die Einnahmen aus der Grundsteuer B sind in Deutschland von 7,6 Mrd. € im Jar 1997 auf 13,56 Mrd. € im Jahr 2017 gestiegen. Dies entspricht einem Anstieg dieser Einnahmen in Höhe von 78,4 Prozent. Trotzdem ist eine weitere Verteuerung des Wohnens durch das geplante neue Grundsteuermodell zu erwarten. Deshalb fordern wir von Haus & Grund Bayern weiterhin die Einführung eines Flächenmodells zur Berechnung der Grundsteuer. Die Abwälzung der Verantwortung vom Bundesfinanzministerium auf die Kommunen, die der Verteuerung durch Absenken der Hebesätze entgegenwirken sollen, ist dagegen falsch.

April 2019

Um 93 Prozent stiegen die Immobilienpreise in Freising zwischen 2013 und 2018. Dies entspricht einem Jahreswert von 14 Prozent. Damit ist Freising Spitzenreiter unter den süddeutschen Städten. Zu diesem Ergebnis kam eine jüngst veröffentlichte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Als Zündstoff für die Explosion der Immobilienpreis machten die Forscher insbesondere die niedrigen Zinsen aus, die die Finanzierung von Immobilienkäufen erleichtert haben. Da allerdings die Zinsen nicht weiter fallen werden, prognostiziert das Institut, dass auch die Immobilienpreise in den nächsten Jahren nicht weiter in diesem Maß steigen werden.

März 2019

71.368 Verbraucherinsolvenzverfahren sind im Jahre 2018 in Deutschland eröffnet worden. Verbraucherinsolvenzverfahren, umgangssprachlich „Privatinsolvenz“ genannt, sind nur bei Personen gestattet, die keine selbstständige Tätigkeit ausgeführt haben oder die Vermögensverhältnisse überschaubar und keine Forderungen aus Arbeitsverhältnissen besteht. Das bedeutet, dass bei dem Großteil dieser Verfahren auch Vermieter als Gläubiger vorhanden waren. Umso bedrückender, dass die durchschnittliche, an Gläubiger bezahlte Quote bei zwischen 2011 und 2016 beendeten Insolvenzverfahren 2,6 Prozent betrug.

 

Februar 2019

Eine vierköpfige Musterfamilie in Regensburg sieht sich Wohnnebenkosten von insgesamt 858 Euro gegenüber. Das ergab eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft im Auftrag von Haus & Grund. Das Institut untersuchte die Kosten für die Abwasser- und Abfallentsorgung sowie für die Grundsteuer in den 100 nach Einwohnern größten Städte Deutschlands und erstellte hieraus ein Ranking. Die Stadt Regensburg schnitt am Besten ab. Zum Vergleich: In der letztplatzierten Stadt Leverkusen belaufen sich die Wohnnebenkosten auf insgesamt 1.980 Euro. 

Januar 2019

46,6

Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag von Haus und Grund Deutschland hat ergeben, dass im Jahr 2018 46,6 Prozent der Mieter von privaten Einzelvermietern "sehr zufrieden" mit ihren Vermietern sind. 35,1 Prozent sind nach dieser Umfrage "eher zufrieden", nur 9,4 Prozent sind "weniger zufrieden", und nurmehr 3,5 Prozent "gar nicht zufrieden". Dies folgt daraus, dass die rund vier Millionen privaten Vermieter sehr häufig ein persönliches Verhältnis zu ihren Mietern haben und sich um ihr Eigentum kümmern. Hieraus folgt die überdurchschnittliche Zufriedenheit. 

Dezember 2018

500.000

Die neue Regierungskoalition im bayerischen Landtag aus CSU und Freien Wählern, liebevoll Papaya-Koalition genannt, hat sich zum Ziel gesetzt, in Bayern bis 2025 500.000 Wohnungen zu errichten. Der Freistaat soll dabei mit seinen Wohnungsbaugesellschaften, allen voran der BayernHeim, 10.000 erschwingliche Wohnungen bauen. Den Löwenanteil soll demnach der private Sektor tragen. Hierzu sieht der Koalitionsvertrag Wohnungsbauförderprogramme vor, um die privaten Bauträger zu unterstützen.

November 2018

Die Zahl 10.000

Nach dem geplanten Mietrechtsanpassungsgesetz, zu dem am 07.11.2018 eine Expertenanhörung stattfinden soll, soll der Vermieter zukünftig die Möglichkeit haben, eine Mieterhöhung nach erfolgter Modernisierung der Mietwohnung in einem vereinfachten Verfahren anzukündigen und zu berechnen. Dieses vereinfachte Verfahren gilt für Modernisierungen, deren Kosten 10.000 Euro nicht übersteigen. Eine Berechnung der nicht umlegbaren Erhaltungsmaßnahmen würde nach diesem Verfahren entfallen. Der Vermieter könnte pauschal 30 Prozent der Modernisierungskosten abziehen und den Rest nach dem üblichen Schlüssel von 11 Prozent jährlich auf den Mieter umlegen. Darüber hinaus soll sich der Mieter nach den Plänen der Bundesregierung im vereinfachten Verfahren nicht mehr unter Verweis auf die besondere Härte gegen die Mieterhöhung wehren können. Eine Berechnung, der nach der Modernisierung zu erwartenden Betriebskosten soll ebenfalls entfallen.

Oktober 2018

Die Zahl 313

Seit Inkrafttreten des Mietrechtsnovellierungsgesetzes am 01.07.0215 und der damit einhergehenden Einführung der sogenannten Mietpreisbremse wurde diese in 313 Städten und Gemeinden in Deutschland eingeführt. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen hervor. Bis Ende 2018 will die Bundesregierung die Wirkungen der Mietpreisbremse in diesen Städten und Gemeinden evaluieren. Schon jetzt ist aber klar, dass eine Entspannung der Wohnungsmärkte nicht erreicht werden konnte. Hierfür plant die Bundesregierung noch weitere Maßnahmenpakete, die insbesondere Wohnungsneubauten fördern sollen.

September 2018

Die Zahl 1 Millionen

Seit Inkrafttreten der gesetzlichen Neuregelung am 1. August 2018 müssen gewerbliche Wohnimmobilien-Verwalter eine Erlaubnis nach der Gewerbeordnung beantragen und eine Mindestversicherungssumme in Höhe von 500.000 Euro je Versicherungsfall und 1 Mio. Euro für alle Versicherungsfälle eines Jahres nachweisen. Daneben wird die Zuverlässigkeit des Verwalters überprüft, aber auch ob geordnete Vermögensverhältnisse vorliegen. Bereits tätige Immobilienverwalter können ihre Erlaubnis bis 1. März 2019 beantragen.

August 2018

Die Zahl 448

Um die Summe von 448 Euro variiert die Grundsteuerbelastung je nach Stadt und Jahr. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat hierzu eine Studie erstellt und die Belastung einer Familie durch die Grundsteuer in den 100 größten Städten in Deutschland untersucht. Für den Vergleich wurde die jährliche Grundsteuer einer vierköpfigen Musterfamilie, die in diesen Städten in einem Standard-Einfamilienhaus wohnt, herangezogen.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Grundsteuerlast um mehrere Hundert Euro jährlich variiert und die Grundsteuer von Wohnort zu Wohnort unterschiedlich hoch ausfällt. Die Bewohner der nordrhein-westfälischen Stadt Gütersloh werden beispielsweise am wenigsten belastet, denn sie bezahlen eine Grundsteuer von 323 Euro jährlich. Gütersloh belegt damit den ersten Platz. Auf dem letzten Platz findet sich Witten mit einer Grundsteuerbelastung von 771 Euro. Dazwischen liegen die Städte Regensburg (335 Euro), Ingolstadt (390 Euro), München (453 Euro) und die Landeshauptstadt Berlin mit 686 Euro. Die Grundsteuerbelastung variiert damit im Vergleich Gütersloh und Witten um über 448 Euro jährlich!

Juli 2018

20 Mio

Der Gesetzgeber hat ein maximales Bußgeld in die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) aufgenommen, und zwar in Höhe von 20. Millionen Euro. Die DSGVO trat am 25. Mai 2018 in Kraft und soll die Erhebung, Speicherung oder Verarbeitung von Daten für den Verbraucher transparenter gestalten. Bei der Bemessung der Geldbuße werden u.a. Art, Schwere und Dauer des Verstoßes, Vorsatz oder Fahrlässigkeit sowie der Grad der Verantwortung des Verantwortlichen oder des Auftragsverarbeiters berücksichtigt. Bei einem Verstoß kommt es auf den Einzelfall an und die Aufsichtsbehörde wird wohl zunächst eine Verwarnung aussprechen, so dass Verstöße korrigiert werden können. Der im Gesetz genannte Geldbetrag ist ein maximaler Betrag. Ein „normaler“ Vermieter wird schon aufgrund der Art und des Umfangs der verarbeiteten Daten in der Regel wohl erheblich darunter liegen. Untätig sollte dennoch niemand bleiben.

Juni 2018

Die Zahl 37

37 Prozent der Mieter sind mit ihrem Vermieter sehr zufrieden! Das ergab eine Befragung unter 5005 Mietern. Weitere 39 Prozent sind zufrieden. Dieses sehr positive Ergebnis zeigt wieder deutlich, dass die Vermieter sehr guten Umgang mit ihren Mietern pflegen. Im Vergleich liegt die Quote der Unzufriedenheit bei lediglich 4,1 Prozent. Das ist ein sehr geringer Anteil, wenn man bedenkt, dass in Deutschland ungefähr 56,6 Prozent aller Wohnungen vermietet sind.

Mai 2018

Die Zahl 12.000

Die Fraktionschefs von CDU/ CSU und SPD haben auf ihrer Klausurtagung auf der Zugspitze ein Baukindergeld in Höhe von 12.000 Euro in zehn Jahren beschlossen. Es soll noch in diesem Sommer im Bundestag beschlossen werden und rückwirkend ab dem 1. Januar 2018 gelten. Mit dem Baukindergeld werden Familien unterstützt, die ein Haus bauen oder Wohnungseigentum erwerben möchten. Die staatliche Förderung soll bis zu einem zu versteuernden Haushaltseinkommen von 75.000 Euro plus 15.000 Euro Freibetrag je Kind gewährt werden. Eine Familie mit einem Kind dürfte also 90.000 Euro im Jahr verdienen. Geplant sind 1.200 Euro pro Jahr und Kind. Bei zwei Kindern wären dies 24.000 Euro und 36.000 Euro bei drei Kindern.

April 2018

Zahl 74

Die bayerischen Gemeinden haben laut Umfragen in den Jahren 2016 und 2017 Straßenausbaubeiträge zwischen 50,9  Millionen Euro (2017) und 66,3 Millionen Euro (2016) pro Jahr erhoben. Damit hatten 1513 Gemeinden (von 2056) eine Straßenausbaubeitragssatzung erlassen. Das sind rund 74 Prozent der bayerischen Gemeinden. Die Straßenausbaubeiträge wurden in den letzten Jahren immer wieder diskutiert und waren umstritten. Jetzt wurde ein Gesetzesentwurf eingebracht, wonach die Beiträge abgeschafft werden sollen.

März 2018

Die Zahl 6

Der Vermieter hat 6 Monate Zeit, um Ansprüche gegen den Mieter nach Beendigung des Mietverhältnisses z.B. wegen unterlassener Schönheitsreparaturen geltend zu machen. Die Frist beginnt zu laufen, sobald die Mietsache zurück gegeben wird. Es müssen evtl. Handwerker beauftragt werden, die ebenfalls Zeit benötigen um Ausbesserungen oder Reparaturen vorzunehmen. Da können 6 Monate sehr kurz sein. Wird die Frist aber nicht eingehalten, so verjährt grundsätzlich der Anspruch.

Februar 2018

Die Zahl 12

Die Zahl 12 steht für die Monate, die der Vermieter Zeit hat, die Betriebskostenabrechnung nach Ablauf des Abrechnungszeitraums zu erstellen und dem Mieter zukommen zu lassen. Oft warten Vermieter noch auf die Abrechnungen des Hausverwalters oder des Heizungsunternehmens, um die Abrechnung erstellen zu können. Die Zeit verfliegt und 12 Monate sind schnell vergangen. Der Mieter muss keine Nachzahlung mehr leisten, wenn er die Betriebskostenabrechnung nach Ablauf der Frist erhält. Ein Guthaben muss ihm aber dennoch ausbezahlt werden. Bei der Betriebskostenabrechnung empfiehlt es sich daher, die 12 monatige Frist im Auge zu behalten und die Abrechnung zeitnah zu erstellen.

Januar 2018

66 Prozent aller Mietwohnungen werden von privaten Vermietern gestellt, d.h. rund 2/3 der über 20 Millionen Mietwohnungen wurden von privaten Eigentümern vermietet. Das restliche Drittel der Mietwohnungen steht im Eigentum von Wohnungsgenossenschaften, öffenltichen oder privatwirtschaftlichen Unternehmen.

Dezember 2017

Nur 16,9 Prozent der Endenergie wird für die Beheizung von Wohnimmobilien in Deutschland (2014) verbraucht. Insgesamt benötigen die private Haushalte 25,2 % der Endenergie, die zusätzlichen 8,3 % entstehen zur Bereitung von Warmwasser und Beleuchtung. Der „restliche“ Anteil, also 74,8 % der Endenergie werden von Industrie, Verkehr, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen genutzt. 

November 2017

Die Zahl 500 Millionen

Wohnungswasserzähler (kalt und warm) müssen in Deutschland in der Regel nach sechs beziehungsweise fünf Jahren ausgetauscht werden, obwohl sie den Verbrauch in aller Regel noch zuverlässig messen. Private und öffentliche Haushalte könnten jährlich mehr als 500 Millionen Euro sparen, wenn die deutschen Eichfristen deutlich länger wären – vergleichbar denen in anderen Industrienationen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Hamburg Instituts. Sie wurde von den großen wohnungswirtschaftlichen Verbänden (BFW – Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, DMB – Deutscher Mieterbund, GdW – Bundesverband Deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, Haus & Grund Deutschland, Dachverband Deutscher Immobilienverwalter) in Auftrag gegeben.

Oktober 2017

Die Zahl 33

In Deutschland ist es nach wie vor günstiger, zu kaufen statt zu mieten. Das ist ein Ergebnis einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln aus dem Jahr 2017. Laut der Studie ist der Erwerb von Wohneigentum durchschnittlich um 33 Prozent erschwinglicher. Untersucht wurden für die Studie bundesweit die Mieten und Wohnnutzerkosten aller 401 Landkreise und kreisfreien Städte. Grundlage der Berechnung sind die Nettokaltmieten und die Kosten der Selbstnutzer, die sich durch den Kaufpreis, die Erwerbsnebenkosten, die Hypothekenzinsen und entgangenen Zinsen auf das Eigenkapital, die Instandsetzung sowie den Wertverzehr ergeben.

September 2017

Die Zahl 5

Für Mängelansprüche bei Bauwerken sieht das Gesetz eine grundsätzliche Verjährungsfrist von fünf Jahren vor. Diese Regelung ist angemessen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Instituts für Bauforschung aus Hannover, die im Auftrag des Bundesjustizministeriums erfolgte. Diese hat festgestellt, dass 90 Prozent aller Schadensfälle während der ersten fünf Jahre nach Baufertigstellung auftreten. Anschließend seien kaum noch schwerwiegende Mängel zu verzeichnen.

August 2017

Die Zahl 1.947

Laut einer aktuellen Auswertung des Bayerischen Landeskriminalamts konnte 2016 in Bayern in 1.947 Fällen ein Einbruch aufgrund von Sicherungstechnik verhindert werden. Die tatsächliche Zahl der verhinderten Einbrüche dürfte deutlich höher liegen, da der Polizei erfahrungsgemäß nicht alle Fälle gemeldet werden und sich viele Täter aufgrund der vorhandenen Sicherungstechnik erst gar nicht ans Objekt herantrauen. In weiteren 366 Fällen konnten aufmerksame Nachbarn oder Zeugen einen Einbruch verhindern, indem sie beispielsweise bei verdächtigen Beobachtungen sofort die Polizei verständigten. 77 Täter gingen 2016 so der bayerischen Polizei ins Netz.

 

Juli 2017

Die Hebesätze der Grundsteuer B im Jahr 2016 sind seit Juni 2017 für alle deutschen Kommunen in der Gemeinschaftsveröffentlichung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder „Hebesätze der Realsteuern“ einsehbar. Diese kann kostenlos auf der Webseite des Statistischen Bundesamts (www.destatis.de) abgerufen werden. In dieser Übersicht wird transparent, wo in Deutschland die steuerlichen Bedingungen für Gebäudeeigentümer und Bauherren besonders günstig oder ungünstig sind. Den geringsten Hebesatz für die Grundsteuer B hat in Bayern mit 150 Prozent Gundremmingen und den höchsten Immenstadt im Allgäu mit 693 Prozent.

 

Juni 2017

Die Zahl 53.993

Im Jahr 2016 wurden so viele Wohnungen in Bayern fertiggestellt wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die Vorjahreszahlen wurden allerdings nur unwesentlich übertroffen. Im Jahr 2016 ist die Zahl der fertiggestellten Wohnungen in Bayern laut dem Bayerischen Landesamt für Statistik um 641 oder 1,2 Prozent auf insgesamt 53.993 Wohnungen gestiegen. Besonders stark nahm die Bautätigkeit in den kreisfreien Städten zu. Dort stieg die Zahl der Fertigstellungen mit einem Plus von 7,7 Prozent auf insgesamt 18.834 Wohnungen. Spitzenreiter sind dabei die acht Großstädte mit einem Anstieg um 13,4 Prozent auf 15.340.

 

Mai 2017

Die Zahl 25 Millionen

Wohnungseigentümern entstehen wegen fehlerhafter Immobilienverwaltung finanzielle Schäden von bis zu 25 Millionen Euro pro Jahr. Das ergab eine Umfrage des Dachverbandes Deutscher Immobilienverwalter (DDIV) unter 400 Unternehmen im Vorfeld einer öffentlichen Anhörung zum Gesetzgebungsverfahren zur Einführung von Zulassungsvoraussetzungen für Immobilienverwalter. Die DDIV-Umfrage ergab zudem, dass die Aufarbeitung von mangelhaften WEG-Unterlagen bei der Übernahme durch eine neue Verwaltung weitere Kosten in Höhe von 55 Millionen Euro verursacht.

 

April 2017

Die Zahl 18,9

Bereits 2015 war in Bayern ein deutlicher Rückgang der Einbruchszahlen um knapp neun Prozent auf 7.480 Delikte zu verzeichnen. Dieses Niveau konnte laut der bayerischen Kriminalstatistik 2016 mit insgesamt 7.470 Wohnungseinbrüchen stabilisiert werden. Die Häufigkeitszahl lag bei 58 Einbrüchen pro 100.000 Einwohner, die Aufklärungsquote bei mittlerweile 18,9 Prozent (2015: 15,9 Prozent). Damit dürfte das Einbruchs­risiko in Bayern wie auch im Vorjahr bundesweit am niedrigsten gewesen sein. In Nordrhein-Westfalen liegt das Einbruchsrisiko rund fünfmal höher. Die bayerische Polizei konnte im vergangenen Jahr insgesamt 1.055 Wohnungseinbrecher schnappen, 18 Prozent mehr als im Vorjahr.

 

März 2017

Die Zahl 10

Die Kosten für die Erneuerung einer Einbauküche in einer vermieteten Wohnung kann der Vermieter bei der Steuererklärung nicht sofort als Werbungskosten von den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abziehen. Er kann sie nur über zehn Jahre im Wege der Absetzungen für Abnutzung (AfA) abschreiben. Dies geht aus einem aktuellen Urteil des Bundesfinanzhofs hervor (Aktenzeichen: IX R 14/15). Der Bundes­finanz­hof hat damit seine bisherige Auffassung geändert und geht nun davon aus, dass die einzelnen Ele­mente einer Einbauküche ein eigenständiges und zudem einheitliches Wirtschaftsgut mit einer Nutzungsdauer von zehn Jahren sind. Es ist deshalb auch nicht (mehr) möglich, die Kosten für die Erneuerung einer in einer Einbauküche verbauten Spüle oder eines Herds als Erhaltungsaufwand sofort abzuziehen.

 

 

Februar 2017

Die Zahl 8,4

Bis November des Jahres 2016 haben die bayerischen Bauämter insgesamt 67.370 Wohnungen genehmigt oder Genehmigungsfreistellungsverfahren abgeschlossen. Das sind 8,4 Prozent mehr Baufreigaben als im ganzen Jahr 2015 zusammen. Triebfeder ist der Neubau von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. Die knapp 30.000 Wohnungsbaugenehmigungen im Geschosswohnungsbau erzielten bis November 2016 eine Steigerung von 34,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Wohnungsbaufreigaben bei Ein- und Zweifamilienhäusern stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 Prozent auf mehr als 23.700.

 

Januar 2017

Zahl 276.297

Von Januar bis September 2016 wurde in Deutschland der Bau von insgesamt 276.297 Wohnungen genehmigt. Es wurden damit 24 Prozent oder rund 53.500 mehr Wohnungen bewilligt als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Eine höhere Zahl an Genehmigungen hatte es in den ersten neun Monaten eines Jahres zuletzt 1999 gegeben. Von den in den ersten neun Monaten 2016 genehmigten Wohnungen waren 232.516 Neubauwohnungen in Wohngebäuden. Dieser starke Zuwachs zeigt sich vor allem in Mehrfamilienhäusern (26.729 Wohnungen). Die Anzahl der Genehmigungen für Wohnungen in Zweifamilienhäusern stieg um 1.910 Wohnungen, in Einfamilienhäusern um 2.106 Wohnungen und in Wohnheimen um 10.378 Wohnungen.